Aktuelle Impfaktionen

 

Die Mythen der Impfgegner

 

Erfolg von Impfprogrammen in Zahlen

Sicher: Die Impfung gegen HPV

Eine bedeutende medizinische Errungenschaft:
Die Impfung gegen
Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs ist in Europa nach Brustkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache junger Frauen zwischen 15 und 44 Jahren. Etwa 180 Österreicherinnen sterben jährlich an dieser Erkrankung. Gebärmutterhalskrebs wird durch humane Papillomviren (HPV) ausgelöst, die in erster Linie durch sexuellen Kontakt übertragen werden. Nach jahrelanger Forschung gelang es, Impfstoffe gegen jene Virenstämme zu entwickeln, die für 75% aller Gebärmutterhalskrebsfälle verantwortlich sind. Durch die Impfung besteht die Möglichkeit, einen Großteil aller Gebärmutterhalskrebsfälle sowie Krebsvorstufen zu verhindern. In vielen Ländern wird die HPV-Impfung daher bereits von staatlicher Seite, im Rahmen von Impfprogrammen oder durch die Krankenkassen finanziert. In Österreich wird die Impfung zwar im Österreichischen Impfplan 2008 empfohlen, ist jedoch noch nicht Teil des staatlich finanzierten Impfprogramms.

 

Eine Medienhysterie fern der Realität

Eine 19-jährige Oberösterreicherin verstarb im Oktober 2007 plötzlich und unerwartet. Auf der Suche nach der Ursache dafür, wurde unter anderem auch ein eventueller Zusammenhang mit einer drei Wochen zurückliegenden ersten HPV-Teilimpfung überprüft. Im gerichtsmedizinischen Gutachten wurde jedoch kein Zusammenhang mit der Impfung festgestellt. Die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft wurden daher eingestellt. Im Jänner 2008 waren die Medien voll von Berichten über den tragischen Todesfall. Plötzlich tauchten viele Personen auf, die von Migräne, Kopfschmerzen oder ausbleibender Menstruation nach einer HPV-Impfung berichteten. Dadurch wurde der Anschein erweckt, dass sich Nebenwirkungen der HPV-Impfung plötzlich häufen würden. Doch diese Beschwerden haben mit einer Impfung gegen HPV selbstverständlich nichts zu tun. Die Beschwerden stehen zwar in einem zufälligen zeitlichen, nicht jedoch in einem ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung.

 

„Nach einer Impfung“ bedeutet nicht „durch eine Impfung“

Bei ihrer Berichterstattung ließen die meisten Medien völlig außer Acht, dass nicht jedes Ereignis, das in zeitlicher Nähe zu einer Impfung eintritt, auch durch diese Impfung geschieht. Wenn dann die Zeitungen noch entsprechend „schlagzeilen“, dann hat das Image der Impfung irreparablen Schaden genommen, und alle Impflinge werden zutiefst verunsichert. Vom HPV-4fach-Impfstoff beispielsweise wurden weltweit bereits über 30 Millionen Dosen verabreicht. Bei so vielen geimpften Frauen ist daher zu erwarten, dass einige Frauen in zeitlicher Nähe zu einer Impfung, jedoch nicht durch diese, erkranken. Schließlich wäre es mehr als verwunderlich, wenn jede gegen HPV geimpfte Frau in den Wochen danach gegen jede Art von Krankheit geschützt wäre und wegen der HPV-Impfung auch gegen Grippe oder Magen-Darm-Erkrankungen etc. immun wäre.

 

Verunsicherung durch die unsachgemäße Berichterstattung
rund um HPV

All diese Umstände wurden in den Medien kaum erwähnt und aufgeklärt, weshalb viele Frauen und Mädchen immer noch völlig grundlos besorgt sind. In vielen Ländern zählt die Impfung gegen HPV bereits zum Standard. Alle relevanten medizinischen Fachgesellschaften, Institutionen und Behörden inklusive des Österreichischen Bundesministeriums für Gesundheit, Jugend und Familie beurteilen die Impfung als sicher und auch die Empfehlung des Österreichischen Impfplanes ist weiterhin aufrecht.

 

Tatsache ist: Die HPV-Impfung wird vom Österreichischen Bundesministerium für Gesundheit, Jugend und Familie sowie von allen relevanten nationalen und internationalen Behörden, Institutionen und medizinischen Fachgesellschaften nach einer Prüfung aller Fakten als sicher beurteilt und im Österreichischen Impfplan empfohlen. Der hohe Nutzen der Impfung ist nach wie vor unumstritten. Sie stellt in Kombination mit dem PAP-Abstrich eine wirksame und sichere Vorsorgemaßnahme gegen Gebärmutterhalskrebs dar und gehört zu den am besten untersuchten Impfungen unserer Zeit.

Näheres zur Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs:
www.gebaermutterhalskrebs.at