Nebenwirkungen einer Impfung?
Die Fakten.
Reaktion des Immunsystems erwünscht
Das Ziel einer Impfung ist der Schutz vor einer Erkrankung. Die Impfung regt das ImmunsystemDas komplexe körpereigene Abwehrsystem, das eindringende Krankheitserreger bekämpft. Es besteht aus unterschiedlichen Zellen, die eine Vielzahl von Aufgaben erfüllen. an, Abwehrstoffe zu bilden. Wenn der Körper auf eine Impfung reagiert, ist das nur in den seltensten Fällen ein Grund zur Sorge, sondern vielmehr ein Zeichen dafür, dass die Impfung wirkt.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet vier Kategorien von Reaktionen auf eine Impfung:
- Durch Impfungen verursachte unerwünschte Reaktionen
- Durch die Impfung ausgelöste unerwünschte Reaktionen
- Erkrankungen, die durch fehlerhafte Produktion (sehr selten), fehlerhafte Dosierung oder fehlerhafte Anwendung eines Impfstoffes eintreten
- Erkrankungen, die rein zufällig zeitlich mit der Impfung zusammentreffen und dieser irrtümlich ursächlich zugeschrieben werden
1. Durch Impfungen verursachte unerwünschte Reaktionen
Man weiß, dass es nach einer Impfung mitunter zu Reaktionen kommen kann, die mit der Impfung direkt ursächlich verknüpft sind. Dazu gehören z. B. harmlose vorübergehende Schwellungen und Rötungen an der Impfstelle oder vorübergehendes Fieber als Reaktion auf eine Impfung. Ausschließlich bei Lebendimpfstoffen kann es sehr selten (in weniger als 1% der Fälle) zu einer so genannten „Impfkrankheit“ kommen. Darunter versteht man das Auftreten einer milden Form der Infektionskrankheit, gegen die geimpft wurde. Eine „Impfkrankheit“ ist unangenehm, aber im Vergleich zu einer echten Infektionserkrankung ungefährlich (z. B. „Impfmasern“).
2. Durch die Impfung ausgelöste unerwünschte Reaktionen
Darunter versteht man gesundheitliche Probleme, die sich auch bei anderen Gelegenheiten ereignet hätten, bei denen die Impfung jedoch den letzten Anstoß für das Auftreten der Symptome gegeben hat. So kann z. B. kurzzeitiges hohes Fieber nach einer Keuchhustenimpfung einen Fieberkrampf bei einem Kind begünstigen, bei dem noch kein ähnliches Ereignis aufgetreten ist. Das bedeutet nicht, dass die Impfung Ursache des Fieberkrampfes ist – die Krankheit „schlummert“ schon zuvor im betroffenen Kind. Da Fieber
die Wahrscheinlichkeit für einen Krampfanfall generell erhöht, tritt die bisher unbemerkt vorhandene Erkrankung sichtbar auf. Auch wenn das Kind aus einem anderen Grund hohes Fieber bekommen hätte, hätte dies einen Fieberkrampf auslösen können.
3. Erkrankungen, die durch fehlerhafte Produktion (sehr selten), fehlerhafte Dosierung oder fehlerhafte Anwendung eines
Impfstoffes eintreten
Auf Grund der strengen Produktionsrichtlinien sind Fehler bei der Produktion und Auslieferung extrem selten. Selbstverständlich muss die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt, wie bei jeder medizinischen Maßnahme, die richtige Dosierung des Impfstoffes beachten und diesen korrekt anwenden.
4. Erkrankungen, die rein zufällig zeitlich mit der Impfung zusammentreffen und dieser irrtümlich ursächlich
zugeschrieben werden
Wenn sehr viele Menschen geimpft werden, treten nach Impfungen medizinische Ereignisse auf, die mit den Impfungen in keinem ursächlichen Zusammenhang stehen. „Nach einer Impfung“ bedeutet nicht „auf Grund einer Impfung“! Trotzdem tendieren Menschen oft dazu, zwei Dinge in Verbindung zu bringen, nur weil sie in zeitlicher Nähe zueinander auftreten.
Ein Beispiel zur Verdeutlichung:
Eine Impfung kann nur vor einer bestimmten Krankheit schützen – wer gegen Gürtelrose geimpft wurde, kann selbstverständlich dennoch eine Woche später an Grippe erkranken (hat aber natürlich nicht von einer Impfung gegen Gürtelrose Grippe bekommen!).
Dies sollte man sich bei der persönlichen Beurteilung von Sachverhalten stets vor Augen halten.
Impfkomplikationen (vorübergehende, therapiebedürftige Erkrankungen ohne Gesundheitsfolgen) und Impfschäden (bleibende Erkrankung im Anschluss an eine Impfung) sind extrem selten! Der immense Nutzen von offiziell empfohlenen Schutzimpfungen steht zu dem geringen Risiko, Impfkomplikationen bzw. Impfschäden zu erleiden, in keinem Verhältnis! Impfungen gehören zu den sichersten und wirksamsten Vorsorgemaßnahmen unserer Zeit. Schwere Erkrankungs- und Todesfälle durch Krankheiten wie Masern, FSME oder Gebärmutterhalskrebs sind nach wie vor traurige Realität. Impfen kann Sie davor schützen!

