Impfen von A-Z
Schützen Sie sich und Ihr Kind
Durch eine Impfung können Sie sich und Ihr Kind vor einer InfektionDas Eindringen eines Krankheitserregers in den Körper und die Vermehrung des Erregers im Körper. mit Krankheitserregern und vor manchmal lebensbedrohlichen Krankheitskomplikationen schützen. Der Schutz vor folgenden Krankheiten durch eine Impfung wird vom Impfausschuss des Obersten SanitätsratsUnabhängiges Expertengremium, das auf Veranlassung des Bundesministeriums für Gesundheit, Familie und Jugend die aktuellen Impfempfehlungen erarbeitet. empfohlen:
Diphtherie
Feuchtblattern (Varizellen)
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
Gebärmutterhalskrebs und andere durch Humane Papillomviren (HPV) verursachte Erkrankungen
Gelbfieber
Gürtelrose (Herpes Zoster)
Haemophilus influenzae b (Hib)
Hepatitis A (Leberentzündung)
Hepatitis B (Leberentzündung)
Influenza
Keuchhusten (Pertussis)
Kinderlähmung (Poliomyelitis, kurz: Polio)
Masern
Meningokokken-Erkrankungen
Mumps
Pneumokokken-Erkrankungen
Röteln
Rotavirus-Gastroenteritis
Tetanus (Wundstarrkrampf)
Tollwut
Typhus
Diphtherie
Erreger: Bakterium Corynebacterium diphtheriae
Übertragungsweg: TröpfcheninfektionÜbertragung und Ansteckung mit dem Krankheitserreger erfolgen durch feinste Tröpfchen, die beim Niesen, Husten oder Sprechen entstehen.
Krankheitsbild: Fieber, Halsschmerzen, typischer weißlicher Belag im Rachenraum. Komplikationen: Entzündungen des Herzmuskels, Schädigung der Nieren, Lähmungserscheinungen.
Impfschutz: KombinationsimpfstoffeEin Impfstoff, der verschiedene Impfstoffkomponenten enthält und gleichzeitig vor mehreren Krankheiten oder Erregern schützt., die neben Diphtherie auch vor anderen Krankheiten schützen; nach Abschluss der Säuglings- und Kinderimpfung sollte der Impfschutz regelmäßig alle 10 Jahre erneuert werden.
Feuchtblattern (Varizellen)
Erreger: Varizella-Zoster Virus; Erreger verursacht sowohl Feuchtblattern als auch Gürtelrose (Herpes zoster)
Übertragungsweg: TröpfcheninfektionÜbertragung und Ansteckung mit dem Krankheitserreger erfolgen durch feinste Tröpfchen, die beim Niesen, Husten oder Sprechen entstehen. bzw. Kontakt mit Bläschen, auch über weite Strecken („mit dem Wind“).
Krankheitsbild: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit und juckende Bläschen. Komplikationen: bakterielle Entzündungen der Haut an aufgekratzten Bläschen, Mittelohr- und Lungenentzündung, Entzündungen des Gehirns, des Kleinhirns oder der Hirnhäute, Früh- und Fehlgeburten bei Erkrankung während der Schwangerschaft, Missbildungen des Ungeborenen.
Impfschutz: Einzelimpfstoff; die Impfung wird für alle ungeimpften 9–17-Jährigen empfohlen, welche noch nicht an Varizellen erkrankt waren.
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
Erreger: FSME-Virus
Übertragungsweg: Zecken. Diese können durch ihren Stich das Virus in die Blutbahn des Menschen übertragen.
Krankheitsbild: 1. Phase: Fieber, grippeähnliche Symptome, 2. Phase: Hirnhautentzündung (Meningitis), Entzündung des Gehirns (Enzephalitis), Entzündung des Rückenmarks oder bestimmter Nervenwurzeln.
Impfschutz: Einzelimpfstoff; nach GrundimmunisierungDurch die meist mehrmalige Gabe eines Impfstoffes in festgelegten Zeitabständen wird ein Basisschutz vor einer Krankheit aufgebaut. wird die Impfung bei Bedarf alle 3–5 Jahre aufgefrischt.
Gebärmutterhalskrebs und andere durch Humane Papillomviren (HPV) verursachte Erkrankungen
Erreger: Humane Papillomviren (HPV)
Übertragungsweg: durch Haut- oder Schleimhautkontakt, meist sexuell.
Krankheitsbild: Gebärmutterhalskrebs und andere Krebsarten im Genital- und Analbereich bei Frauen und Männern werden vor allem durch bestimmte HPV-Typen verursacht. Auch die psychisch stark belastenden Genitalwarzen, deren Behandlung langwierig und sehr schmerzhaft ist, werden durch diese Viren verursacht.
Impfschutz: Zwei unterschiedliche Impfstoffe gegen die häufigsten HPV-Typen 16 und 18 verfügbar, diese Typen verursachen bis zu 70 % der Fälle von Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen; HPV-Vierfachimpfung schützt auch zusätzlich vor den HPV-Typen 6 und 11, die zu über 90% für Genitalwarzen verantwortlich sind.
Gelbfieber
Erreger: Gelbfieber-Virus
Übertragungsweg: Durch Stich der Gelbfieber-Stechmücken.
Krankheitsbild: Fieber, grippeähnliche Symptome, Gelbsucht, Leberentzündung. Nach einer Woche rapide Verschlechterung, die bis zum Tod führen kann.
Impfschutz: Einzelimpfstoff; eine Impfung schützt für 10 Jahre; Impfung nur bei Gelbfieberimpfstellen möglich.
Gürtelrose (Herpes Zoster)
Erreger: Varizella-Zoster-Virus, verursacht neben Feuchtblattern (Varizellen) auch Gürtelrose (Herpes zoster)
Übertragungsweg: Beim Erstkontakt mit infektiösen Tröpfchen oder Bläschen verursacht das Varizella-Zoster-Virus Feuchtblattern (Varizellen). Danach verharrt das Virus häufig über Jahrzehnte hartnäckig in bestimmten Bereichen des Nervensystems. Das Risiko, an einer Gürtelrose zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter und schwächer werdendem ImmunsystemDas komplexe körpereigene Abwehrsystem, das eindringende Krankheitserreger bekämpft. Es besteht aus unterschiedlichen Zellen, die eine Vielzahl von Aufgaben erfüllen.. Kann die Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus vom ImmunsystemDas komplexe körpereigene Abwehrsystem, das eindringende Krankheitserreger bekämpft. Es besteht aus unterschiedlichen Zellen, die eine Vielzahl von Aufgaben erfüllen. nicht mehr verhindert werden, kommt es zum Krankheitsbild der Gürtelrose (Herpes zoster).
Krankheitsbild: Schmerzen der betroffenen Hautregionen, Fieber, Abgeschlagenheit. Nach zwei bis drei Tagen schmerzhafte, entzündliche Herde mit gruppenweise zusammen stehenden Bläschen. Die häufigsten Komplikationen sind chronische Schmerzen (Neuralgien), die monate- bis jahrelang nach Abheilung der Bläschen anhalten können. Eine solche Postherpetische Neuralgie (PHN) ist nur sehr schwer behandelbar. Schwere Komplikationen sind auch im Bereich der Augen und Ohren möglich.
Impfschutz: Ein Einzelimpfstoff ist verfügbar.
Haemophilus influenzae b (Hib)
Erreger: Bakterium Haemophilus infl uenzae Typ b
Übertragungsweg: TröpfcheninfektionÜbertragung und Ansteckung mit dem Krankheitserreger erfolgen durch feinste Tröpfchen, die beim Niesen, Husten oder Sprechen entstehen.
Krankheitsbild: Eitrige Hirnhautentzündung (Meningitis) mit hohem Fieber und Krampfanfällen oder Kehldeckelentzündung (Epiglottitis) mit Atemnot und Erstickungsanfällen, Lungenentzündung.
Impfschutz: Einzelimpfstoff oder KombinationsimpfstoffEin Impfstoff, der verschiedene Impfstoffkomponenten enthält und gleichzeitig vor mehreren Krankheiten oder Erregern schützt.; für Kinder ist das Erkrankungsrisiko am größten, daher ist nach vollständiger GrundimmunisierungDurch die meist mehrmalige Gabe eines Impfstoffes in festgelegten Zeitabständen wird ein Basisschutz vor einer Krankheit aufgebaut. für gesunde Kinder keine weitere Auffrischung mehr notwendig.
Hepatitis A (Leberentzündung)
Erreger: Hepatitis A-Virus
Übertragungsweg: Fäkal-oral; durch schmutzige Hände oder verunreinigte Lebensmittel/Trinkwasser.
Krankheitsbild: Fieber, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Gelbsucht, Dunkelfärbung des Urins, Entfärbung des Stuhls; vor allem bei Erwachsenen kann es zu einer langwierigen Erkrankung kommen.
Impfschutz: Einzelimpfstoff oder KombinationsimpfstoffeEin Impfstoff, der verschiedene Impfstoffkomponenten enthält und gleichzeitig vor mehreren Krankheiten oder Erregern schützt.; nach vollständiger GrundimmunisierungDurch die meist mehrmalige Gabe eines Impfstoffes in festgelegten Zeitabständen wird ein Basisschutz vor einer Krankheit aufgebaut. bei Bedarf alle 10 Jahre auffrischen.
Hepatitis B (Leberentzündung)
Erreger: Hepatitis B-Virus
Übertragungsweg: Blut, Sperma und andere Körperflüssigkeiten.
Krankheitsbild: Grippeähnliche Symptome, bei typischem Verlauf: Gelbfärbung der Haut, Dunkelfärbung des Urins oder Lebervergrößerung. Komplikation: chronischer Verlauf, der zu Leberschrumpfung (Zirrhose) oder Leberkrebs führen kann.
Impfschutz: Einzelimpfstoff oder KombinationsimpfstoffeEin Impfstoff, der verschiedene Impfstoffkomponenten enthält und gleichzeitig vor mehreren Krankheiten oder Erregern schützt.; GrundimmunisierungDurch die meist mehrmalige Gabe eines Impfstoffes in festgelegten Zeitabständen wird ein Basisschutz vor einer Krankheit aufgebaut. sollte im Säuglingsalter abgeschlossen sein, spätestens aber im Jugendalter nachgeholt werden. Zusätzlich wird die Schutzimpfung für bestimmte Berufsgruppen (z. B. medizinisches Personal) und Personen (z. B. Dialyse-PatientInnen, Leberkranke) empfohlen.
Influenza
Erreger: Influenza-Virus
Übertragungsweg: TröpfcheninfektionÜbertragung und Ansteckung mit dem Krankheitserreger erfolgen durch feinste Tröpfchen, die beim Niesen, Husten oder Sprechen entstehen.
Krankheitsbild: hohes Fieber, Kopf- und Halsschmerzen, Abgeschlagenheit, Husten, Rücken- und Gliederschmerzen. Komplikationen: Lungenentzündung, Entzündung des Herzmuskels oder des Herzbeutels. Kann zum Tod führen.
Impfschutz: Die Impfung muss jedes Jahr neu erfolgen, da die Zusammensetzung des Impfstoffes jedes Jahr von der WHO neu festgelegt wird.
Keuchhusten (Pertussis)
Erreger: Bakterium Bordetella pertussis
Übertragungsweg: TröpfcheninfektionÜbertragung und Ansteckung mit dem Krankheitserreger erfolgen durch feinste Tröpfchen, die beim Niesen, Husten oder Sprechen entstehen.
Krankheitsbild: Husten, Schnupfen, Fieber, in der akuten Phase sehr starke Hustenanfälle (bis zu 50 pro Tag) mit Atemnot, Erbrechen, Erstickungsanfällen. Komplikationen: Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Atemstillstand.
Impfschutz: KombinationsimpfstoffeEin Impfstoff, der verschiedene Impfstoffkomponenten enthält und gleichzeitig vor mehreren Krankheiten oder Erregern schützt.; die GrundimmunisierungDurch die meist mehrmalige Gabe eines Impfstoffes in festgelegten Zeitabständen wird ein Basisschutz vor einer Krankheit aufgebaut. sollte im Säuglingsalter abgeschlossen sein, im Kindesalter spätestens aber im Jugendlichenalter aufgefrischt bzw. nachgeholt werden. Frauen mit Kinderwunsch (vor Eintritt einer Schwangerschaft) sowie Kontaktpersonen eines Neugeborenen (Familienmitglieder, aber auch Babysitter, Tagesmütter usw.) wird die Impfung ebenfalls offiziell empfohlen.
Kinderlähmung (Poliomyelitis, kurz: Polio)
Erreger: Polio-Virus
Übertragungsweg: Wasser, fäkal-oral, Tröpfchen.
Krankheitsbild: häufig symptomlos. Komplikationen: Lähmungs-erscheinungen der Arme, Beine oder Atmung.
Impfschutz: Einzelimpfstoff oder KombinationsimpfstoffeEin Impfstoff, der verschiedene Impfstoffkomponenten enthält und gleichzeitig vor mehreren Krankheiten oder Erregern schützt.; GrundimmunisierungDurch die meist mehrmalige Gabe eines Impfstoffes in festgelegten Zeitabständen wird ein Basisschutz vor einer Krankheit aufgebaut. sollte im Säuglingsalter abgeschlossen werden.
Masern
Erreger: Masern-Virus
Übertragungsweg: TröpfcheninfektionÜbertragung und Ansteckung mit dem Krankheitserreger erfolgen durch feinste Tröpfchen, die beim Niesen, Husten oder Sprechen entstehen.
Krankheitsbild: Fieber, Entzündungen im Hals-Rachenraum, roter Ausschlag am ganzen Körper. Komplikationen: Mittelohr- und Lungenentzündung, Gehirnentzündung (Enzephalitis) mit hoher Sterblichkeitsrate.
Impfschutz: KombinationsimpfstoffEin Impfstoff, der verschiedene Impfstoffkomponenten enthält und gleichzeitig vor mehreren Krankheiten oder Erregern schützt., der neben Masern auch vor Mumps und Röteln schützt; 2-Dosen-Immunisierung sollte im Kleinkindalter abgeschlossen werden.
Meningokokken-Erkrankungen
Erreger: Bakterium Neisseria meningitidis
Übertragungsweg: TröpfcheninfektionÜbertragung und Ansteckung mit dem Krankheitserreger erfolgen durch feinste Tröpfchen, die beim Niesen, Husten oder Sprechen entstehen.
Krankheitsbild: leichter Verlauf: uncharakteristische Allgemein-beschwerden; schwerer Verlauf: hohes Fieber, Kopfschmerzen, Krämpfe, Bewusstseinsstörungen, punktförmige Hautblutungen, Blutvergiftung, Herz-Kreislaufversagen. Trotz Behandlung mit Antibiotika
oft dramatischer Verlauf. Spätfolgen wie Hörverlust, Blindheit oder Lähmungen möglich.
Impfschutz: Impfstoffe schützen vor Meningokokken der Gruppe C oder ACWY; Impfschema richtet sich nach Alter und Impfstoff; gegen die häufi gsten Meningokokkentypen der Gruppe B gibt es derzeit noch keinen Impfstoff.
Mumps
Erreger: Mumps-Virus
Übertragungsweg: TröpfcheninfektionÜbertragung und Ansteckung mit dem Krankheitserreger erfolgen durch feinste Tröpfchen, die beim Niesen, Husten oder Sprechen entstehen.
Krankheitsbild: Kopfschmerzen, Schwellung der Ohrspeicheldrüsen, Fieber. Komplikationen: Hirnhaut- und Gehirnentzündung (Meningoenzephalitis), bleibende Hörschäden, Entzündung der Hoden und Eierstöcke und ggf. Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit.
Impfschutz: KombinationsimpfstoffEin Impfstoff, der verschiedene Impfstoffkomponenten enthält und gleichzeitig vor mehreren Krankheiten oder Erregern schützt.; 2-Dosen-Immunisierung sollte im Kleinkindalter abgeschlossen werden.
Pneumokokken-Erkrankungen
Erreger: Bakterien der Art Streptococcus pneumoniae
Übertragungsweg: TröpfcheninfektionÜbertragung und Ansteckung mit dem Krankheitserreger erfolgen durch feinste Tröpfchen, die beim Niesen, Husten oder Sprechen entstehen.
Krankheitsbild: Fieber, Husten, Mittelohrentzündung, Hirnhautentzündung, Lungenentzündung. Komplikationen: Blutvergiftung, Hirnhautentzündung. Kann zum Tod führen.
Impfschutz: Impfstoffe schützen vor 7 bzw. 23 der über 90 Serotypen; Impfschema richtet sich nach Alter und Impfstoffart.
Röteln
Erreger: Röteln-Virus
Übertragungsweg: TröpfcheninfektionÜbertragung und Ansteckung mit dem Krankheitserreger erfolgen durch feinste Tröpfchen, die beim Niesen, Husten oder Sprechen entstehen.
Krankheitsbild: Fieber, hellroter Hautausschlag. Komplikationen: Gelenkentzündung (Arthritis), Gehirnentzündung, Fehlbildung des Embryos bei Erkrankung in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten.
Impfschutz: KombinationsimpfstoffEin Impfstoff, der verschiedene Impfstoffkomponenten enthält und gleichzeitig vor mehreren Krankheiten oder Erregern schützt.; 2-Dosen-Immunisierung sollte im Kleinkindalter abgeschlossen werden.
Rotavirus-Gastroenteritis
Erreger: Rotaviren
Haupt-Übertragungsweg: SchmierinfektionEine Schmierinfektion oder Kontaktinfektion ist ein Begriff aus der Hygiene und bezeichnet eine direkte Übertragung von Krankheitserregern durch Berührung eines Objektes oder Lebewesens. Dabei unterscheidet man die direkte Kontaktinfektion, etwa bei Berührung eines infizierten Menschen oder eines Tieres, und die indirekte Kontaktinfektion bei der Berührung von mit Krankheitserregern kontaminierten Gegenständen. (direkt von Person zu Person und indirekt auch über Gegenstände und Oberflächen).
Krankheitsbild: Durchfälle und Erbrechen bei Kleinkindern; andere Symptome wie Fieber und Bauchschmerzen; kann unbehandelt, aufgrund von Flüssigkeitsverlust, kompliziert und schwer verlaufen.
Impfschutz: Einzelimpfstoffe zum Schutz vor den häufigsten Serotypen; pentavalente oder monovalente Schluckimpfung; GrundimmunisierungDurch die meist mehrmalige Gabe eines Impfstoffes in festgelegten Zeitabständen wird ein Basisschutz vor einer Krankheit aufgebaut. muss im Säuglingsalter abgeschlossen sein, danach keine Auffrischung mehr notwendig.
Tetanus (Wundstarrkrampf)
Erreger: Bakterium Clostridium tetani
Übertragungsweg: Über Wunden, besonders verschmutzte Wunden sind gefährlich, da der Erreger überall in der Erde vorkommt.
Krankheitsbild: Krämpfe der Kau- und Gesichtsmuskulatur, später Krämpfe am ganzen Körper. Komplikationen: Lähmung der Atemmuskulatur, Herzkammerflimmern, Herzstillstand, Koma.
Impfschutz: Einzelimpfstoff oder KombinationsimpfstoffeEin Impfstoff, der verschiedene Impfstoffkomponenten enthält und gleichzeitig vor mehreren Krankheiten oder Erregern schützt., die neben Tetanus auch vor anderen Krankheiten schützen; nach der Säuglings- und Kinderimpfung sollte der Impfschutz regelmäßig alle 10 Jahre erneuert werden.
Tollwut
Erreger: Lyssa-Virus
Übertragungsweg: durch Speichel eines tollwütigen Tieres.
Krankheitsbild: 1. Phase: Kopfschmerzen, leichtes Fieber, Depressionen. 2. Phase: schmerzhafte Krämpfe der Schlundmuskulatur, Atemstörungen, Atemstillstand, Muskelkrämpfe, Lähmungen; verläuft nach Ausbruch der Erkrankung immer tödlich.
Impfschutz: Einzelimpfstoff; nach GrundimmunisierungDurch die meist mehrmalige Gabe eines Impfstoffes in festgelegten Zeitabständen wird ein Basisschutz vor einer Krankheit aufgebaut. muss die Impfung bei Bedarf aufgefrischt werden.
Typhus
Erreger: Bakterium Salmonella typhi
Übertragungsweg: in der Regel durch verunreinigte Nahrungsmittel und Trinkwasser.
Krankheitsbild: hohes Fieber, Bauchschmerzen mit Durchfall, Kopf- und Muskelschmerzen. Komplikationen: Darmdurchbruch, Bauchfell-entzündung, Bewusstseinsstörungen, Entzündung des Gehirns (Meningoenzephalitis).
Impfschutz: Einzelimpfstoff oder KombinationsimpfstoffeEin Impfstoff, der verschiedene Impfstoffkomponenten enthält und gleichzeitig vor mehreren Krankheiten oder Erregern schützt.; Impfung muss bei Bedarf alle 3 Jahre wiederholt werden.

