Aktuelle Impfaktionen

 

Die Mythen der Impfgegner

 

Erfolg von Impfprogrammen in Zahlen

Aktuelle Impfaktionen

 

 

Impfaktionen gegen HPV (Gebärmutterhalskrebs)

 

Impfaktion des Landes Niederösterreich
gegen HPV (Gebärmutterhalskrebs)

Das Land Niederösterreich fördert seit 2. Mai 2007 die Impfung gegen HPV (Humane Papillomviren). Impfungen werden in den Landeskliniken angeboten. Selbstbehalt € 270,- für alle 3 Teilimpfungen (statt € 624,-).

Sie haben die Möglichkeit, an der Impfaktion des Landes NÖ teilzunehmen, wenn Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  1. weiblich
  2. vollendetes 9. bis vollendetes 26. Lebensjahr zum
    Zeitpunkt der 1. Teilimpfung
  3. Hauptwohnsitz in Niederösterreich

 

Weitere Informationen: http://www.holding.lknoe.at
HPV-Impfhotline: 02742/22 6 55
(Mo – Do 8.00–16.00 Uhr und Fr 8.00–13.00 Uhr)

Die vom Land NÖ geförderten Impfungen finden ausschließlich in den Landeskliniken statt, wobei eine telefonische Voranmeldung im jeweiligen Landesklinikum unbedingt erforderlich ist. Die Impfaktion ist auf unbestimmte Zeit angesetzt.

 

 

Impfaktion des Landes Burgenland gegen

HPV (Gebärmutterhalskrebs)

Das Land Burgenland bietet im Schuljahr 2008/2009 sowohl eine Schulimpfaktion (Aktionspreis € 90,-/Dosis statt € 208,-) als auch eine öffentliche Impfaktion (Aktionspreis €150,/Dosis- statt € 208,-) an. Ab dem Schuljahr 2009/2010 wird die geförderte Schulimpfaktion nur mehr für Mädchen der 5. Schulstufe angeboten.

Sie haben folgende Möglichkeiten, an der Impfaktion des Landes Burgenland teilzunehmen:

 

Schulimpfaktion:
Mädchen der 5. bis 8. Schulstufe, Aktionspreis inkl. Landesförderung € 90,– (statt € 208,–) pro Dosis (x 3 Dosen)
Fragen Sie Ihre Schulärztin/Ihren Schularzt!
Burgenländerinnen der 5. bis 8. Schulstufe, die in einem anderen Bundesland zur Schule gehen, können sich an die zuständige Bezirkshauptmannschaft wenden, um ebenfalls an der Impfaktion teilzunehmen.

 

Öffentliche Impfaktion:
Mädchen und Frauen (15 – 26 Jahre) und Knaben (9 – 15 Jahre), Aktionspreis € 150,– (statt € 208,–) pro Dosis (x 3 Dosen)
Der Impfstoff muss vorab von einer Ärztin/einem Arzt verordnet werden (Rezept), dann kann er in der Apotheke zum Aktionspreis abgeholt und Ihnen von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt verabreicht werden. Falls Sie nicht sofort mit dem Impfstoff zur Ärztin/zum Arzt gehen, beachten Sie bitte, dass Impfstoffe temperaturempfindlich sind und im Kühlschrank
(bei 2 – 8°C) aufbewahrt werden müssen.

Sie bezahlen im Rahmen der Aktion immer nur die gerade fällige Teilimpfung.

 

Die wichtigsten Fakten

 

In Österreich

  • erkranken ca. 500 Frauen pro Jahr an Gebärmutterhalskrebs.
  • sterben ca. 180 Frauen pro Jahr an Gebärmutterhalskrebs.
  • werden ca. 6.000 Frauen pro Jahr wegen bösartiger Veränderungen am Gebärmutterhals operiert (Konisation).
  • müssen ca. 60.000 Krebsabstriche pro Jahr wegen Krebsverdacht wiederholt werden.
  • sind Schätzungen zufolge 10% der sexuell aktiven Frauen und Männer von Genitalwarzen betroffen. Diese Warzen sind schwer zu therapieren und kehren häufig wieder. Genitalwarzen treten vorwiegend bei jungen Menschen auf und wirken sich meist sehr negativ auf die Lebensqualität und das Sexualleben der Betroffenen aus.

 

 

Gebärmutterhalskrebs durch Viren?

  • Humane Papillomviren (HPV) sind für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs, Krebsvorstufen im Genitalbereich (Gebärmutterhals, Scheide, Vulva = Schamlippen) sowie Genitalwarzen verantwortlich.
  • Humane Papillomviren werden in erster Linie durch sexuellen Kontakt übertragen.
  • Kondome bieten keinen verlässlichen Schutz.
  • Die HPV-Typen 16 und 18 sind für ca. 75% aller Gebärmutterhalskrebs-Erkrankungen verantwortlich, die Stämme 6 und 11 für ca. 90% aller Genitalwarzen.
  • Etwa zwei Drittel der ÖsterreicherInnen stecken sich im Laufe ihres Lebens mit Humanen Papillomviren an. Die meisten Infektionen (90%) bleiben unbemerkt und heilen von selbst aus. Etwa jede zehnte Frau entwickelt bösartige Zellveränderungen, die Vorstufen von Krebs sein können.
  • Humane Papillomviren sind außerdem für Krebs und Krebsvorstufen an der Scheide und Vulva (= Schamlippen) sowie Genitalwarzen verantwortlich. Zur Früherkennung dieser Erkrankungen steht keine Vorsorgeuntersuchung zur Verfügung.
  • Die HPV-4fach-Impfung hilft, vor Infektionen mit HPV 6, 11, 16, 18 zu schützen und in weiterer Folge Gebärmutterhalskrebs, Krebsvorstufen im Genitalbereich (Gebärmutterhals, Scheide, Vulva = Schamlippen) und Genitalwarzen zu verhindern.
  • Die Impfung wirkt nur vorbeugend. Daher ist es ratsam, sich impfen zu lassen, bevor man sich mit HPV ansteckt, weil der Nutzen der Impfung dann am größten ist. Der beste Zeitpunkt ist somit vor dem Beginn sexueller Aktivitäten.

 

Die Kombination aus Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) und jährlichem Krebsabstrich (PAP-Abstrich) bei der Frauenärztin/dem Frauenarzt bietet nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft den bestmöglichen Schutz vor Gebärmutterhalskrebs.

 

Die GrundimmunisierungDurch die meist mehrmalige Gabe eines Impfstoffes in festgelegten Zeitabständen wird ein Basisschutz vor einer Krankheit aufgebaut. besteht aus drei Teilimpfungen, die im Abstand von zwei und sechs Monaten nach der ersten Teilimpfung verabreicht werden. Bis heute ist eine fünf Jahre anhaltende Schutzwirkung nachgewiesen. Nachbeobachtungsprogramme zur Ermittlung der Dauer des Langzeitschutzes und zur Klärung der Frage, ob überhaupt eine Auffrischungsimpfung erforderlich ist, werden aktuell weitergeführt. Derzeit gibt es keinen Hinweis für die Notwendigkeit einer Auffrischungsimpfung.

 

 

Impfaktionen Herpes Zoster (Gürtelrose)

 

Impfaktion des Wiener Instituts für Reise und Tropenmedizin
gegen Herpes Zoster (Gürtelrose
)

Das Wiener Institut für Reise und Tropenmedizin bietet bis 31. Oktober 2008 die Impfung gegen Herpes Zoster (Gürtelrose) zum Sonderpreis von € 180,- inkl. Impfgebühr (statt € 223,- ) an.

Weitere Informationen:
Institut für Reise- und Tropenmedizin,
Lenaugasse 19
1080 Wien
Tel: 402 68 61-0 bis 63-0

 

 

Impfaktion des Zentrums für Reisemedizin
gegen Herpes Zoster (Gürtelrose
)

Das Zentrum für Reisemedizin bietet bis 31. Oktober 2008 die Impfung gegen Herpes Zoster (Gürtelrose) zum Sonderpreis von € 175,- inkl. Impfgebühr (statt € 223,- ) an.

Weitere Informationen:
Zentrum für Reisemedizin
Gruppenpraxis der Fachärzte für spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin
(Prof. Dr. H. Kollaritsch, Prof. Dr. G. Wiedermann, Prof. Dr. U. Wiedermann-Schmidt)
Reise- und Tropenmedizinische Informationen, Impfungen, Impfauskünfte, Tollwutimpf und –beratungsstelle
Impfambulanz und Tropenambulanz : Zimmermanngasse 1a, 1095 Wien
Mo - Fr: 13.00-16.00;
Mo, Mi: 17.00-18.30;
Di, Mi, Fr:  8.30-9.30
www.reisemed.at

 

 

Impfaktion des Tropenzentrums am Kaiser Franz Josef Spital -
SMZ Süd gegen Herpes Zoster (Gürtelrose)

Das Tropenzentrums am Kaiser Franz Josef Spital - SMZ Süd bietet bis 31. Oktober 2008 die Impfung gegen Herpes Zoster (Gürtelrose) zum Sonderpreis von € 180,- inkl. Impfgebühr (statt € 223,-) an.

Weitere Informationen:
TROPENZENTRUM
Kaiser Franz Josef Spital - SMZ-Süd
Kundratstraße 3
1100 Wien
Ordinationszeiten: Mo-Fr, 15h-18h
Tel: 01 60191 2434
Email: office@tropenzentrum.at
www.tropenzentrum.at

 

 

Die wichtigsten Fakten

  • Gürtelrose (Herpes Zoster) ist ein juckend-brennender Hautausschlag, der langwierige Nervenschmerzen hervorrufen kann.
  • Mehr als zwei Drittel der von Gürtelrose Betroffenen sind über 50 Jahre alt.
  • Wer in seiner Kindheit Feuchtblattern hatte, muss damit rechnen, dass er auch an Gürtelrose erkranken könnte. 9 von 10 ÖsterreicherInnen sind somit gefährdet.
  • Die Impfung gegen Gürtelrose wird vom Österreichischen Impfplan allen Personen ab 50 Jahren empfohlen.
  • Rund 30.000 ÖsterreicherInnen erkranken jährlich an Gürtelrose.
  • Sogenannte „Post-Zoster-Schmerzen“ (postherpetische Neuralgien) sind Nervenschmerzen, die noch Wochen oder Monate nach dem Ausschlag in den betroffenen Hautregionen auftreten können. Die Wahrscheinlichkeit für diese unangenehme Komplikation der Gürtelrose steigt mit zunehmendem Alter deutlich an!
  • Gürtelrose ist ansteckend und kann bei Personen, die noch keinen Kontakt mit dem Virus hatten, Windpocken auslösen. Vor allem wer mit Kindern oder Schwangeren zu tun hat, sollte diese Ansteckungsmöglichkeit bedenken!
  • Durch eine einmalige Impfung kann man sich seit Oktober 2007 erstmals auch in Österreich vor Gürtelrose schützen. Die Impfung verhindert 51 % der Gürtelrose-Fälle insgesamt und 73 % der schweren Fälle. In 67% der Fälle können Post-Zoster-Schmerzen verhindert werden. Sollte man trotz einer Impfung an Gürtelrose erkranken, dauert diese in den meisten Fällen kürzer an und fällt deutlich milder aus.